Mehr Mut im B2B

Nur Mut! – warum auch B2B-Unternehmen auf einen kreativen Markenauftritt setzen dürfen

Wir befinden uns im Jahr 2012 n. Chr. Die ganze Markenwelt buhlt um die Aufmerksamkeit des Kunden. Die ganze Markenwelt? Nein! Eine von unbeugsamen BtoB-Unternehmen besetzte  Sparte hört nicht auf diesem Trend Widerstand zu leisten…

Und dabei könnte gerade in der zwischenunternehmerischen Kommunikation kreative Werbung ein wahres Zaubermittel für langfristigen Markenerfolg darstellen. Denn viele BtoB-Unternehmen verzichten bis jetzt noch gänzlich auf einen Markenauftritt oder versteifen sich im besten Falle auf eine informationsüberlastete und unpersönliche Version davon. Fast scheint es so, als würden sich Viele BtoB-Unternehmen schier nicht trauen der Zielgruppe Ihre Markenbotschaft auf einem kreativen Teller zu servieren. Und dabei könnte man Entscheidern und Geschäftsführern auf eben diese Weise eine Zusammenarbeit so schmackhaft machen.

Andere Länder, andere Sitten.

Dabei scheint die Emotionslosigkeit der B2B-Markenprodukte hauptsächlich ein deutsches Phänomen zu sein. Außerhalb der deutschen Grenzen ist man längst einen Schritt weiter. Zum Beispiel der US-amerikanischen Konzern GE. Der stellt mit seinem TV-Spot für Frühchen-Brutkästen unter Beweis, dass er seinen Claim „imagination at work“ ernst nimmt. Denn die Marketingabteilung hat über den Tellerrand der eigenen Gewohnheiten hinausgedacht und einen ziemlich emotionalen Werbefilm entwickelt (vgl. http://www.youtube.com/ge).

Für manche schon zu emotional.

Geschmäcker sind eben verschieden. In jedem Fall zeigt das Beispiel aus Übersee aber eine innovative Richtung auf, wohin der Weg von BtoB-Marketing führen könnte… Denn eine emotionale Markenführung muss nicht automatisch heißen, dass ein Image-Film zu Tränen rührt. Emotionen sind facettenreich: sie können auch Begeisterung wecken, faszinieren und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Und das sehen auch rational-denkende und klar-kalkulierende Geschäftsführer gern. Denn hinter jedem Unternehmensführer – und das scheint von Zeit zu Zeit in Vergessenheit zu geraten – steckt letzten Endes auch nur ein Mensch. Und auf die menschliche Wahrnehmung wirken trockene Fakten und Zahlen eben nicht sehr ansprechend.

Verstehen Sie mich nun bitte nicht falsch: Auch weiterhin sollte die überzeugende Qualität Ihres Produktes im Fokus stehen. Aber es schadet doch nicht, wenn dabei auch die Verpackung stimmt!

Zeit für einen Wandel?

Auch einige deutsche Mittelstandsunternehmen kann man sich mittlerweile zum Kreativvorbild nehmen. KWS Saatgut zum Beispiel. Das Unternehmen steht für eine traditionsreiche Mittelstandskarriere. Und obwohl die Marke seit über 150 Jahren den Markt mit Nutzpflanzen versorgt, hat sie sich in Zusammenarbeit mit der Agentur wob zu einem modernisierten und jungem Markenauftritt entschieden. Die neue Kampagne zeigt, dass sich der Mut zum Markenimage auch für BtoB-Unternehmen lohnt: Im Fokus der Anzeigenkampagne steht das kleine Wörtchen ‚Ich’. Durch Headlines wie „KWS und ich. Darauf ist Verlass.“ werden Landwirte auf eine persönliche Art und Weise angesprochen. Saatgut muss auch für Entscheider nicht mit trockenen Fakten und Zahlen präsentiert werden. Stattdessen wird das Produkt mit emotionalen Mehrwerten aufgeladen. Und das ohne dabei kitschig, übertrieben oder unpassend zu wirken.

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