Tag Archiv für Markendifferenzierung

Interview mit Julia Sigursteindotir: Markenwerte in der Touristik

Steckbrief:

Markenname: Katla Travel

Markenclaim: Dein schönes Island.

Gründungsjahr: 1997

Anzahl der Mitarbeiter (in Deutschland): 8

Kernzielgruppe: Alter 30-65, Familien/Ehepaare, naturverbunden, Traumerfüllung, Suche nach dem Besonderen, Gebildet, Berufstätige mit mittlerem bis hohem Einkommen

Webseite: www.katla-travel.is

Alleinstellungsmerkmal: Islandreisespezialist, individuelle Reiseberatung

 

1. Frau Sigursteindotir, wofür steht der Markenname Katla Travel?

Katla Travel lässt vielleicht nicht sofort darauf schließen, dass sich ein Islandreisespezialist hinter unserer Marke verbirgt. Doch im Zusammenhang mit dem Claim „Dein schönes Island“ stellt er eine eindeutige Kombination dar. Islandkenner verbinden den Namen sofort mit Natur und Naturgewalten: Vulkane – sie gehören zu den markanten Naturhighlights des Landes und haben zur Entstehung der Insel beigetragen. 

2. Hat sich das Image Ihrer Marke seit Gründung verändert?

Seit der Gründung steht der Gedanke der individuellen Beratung als Islandspezialist im Vordergrund. Über die Jahre wurde diese Kernbotschaft immer stärker umgesetzt und auch kommuniziert. Wir betonen, dass wir über umfassende Fach- und Landeskenntnisse, sowie persönliche Leidenschaft für das Reiseland Island verfügen.

Wir erhalten sehr positives Feedback von unseren Kunden – sowohl in der Phase der Reisevorbereitung, als auch nach der Reise. Und auch unsere Partner vor Ort, bestätigen unsere erfolgreiche Zusammenarbeit. Das zeigt uns, dass der Name Katla Travel mit einem sehr guten Image verbunden ist.

3. Was denken Sie persönlich, wie wichtig ist das Thema Markenimage für den Absatz von Urlaubsreisen?

Besonders bei Reiseländern mit hohem Beratungsbedarf entscheiden die potentiellen Reisenden hauptsächlich danach, wie interessant ein Unternehmen erscheint, wie  kompetent die Mitarbeiter sind und ob das Unternehmen in der Umsetzung halten kann, was es verspricht. Emotionale Erlebniswerte spielen ebenfalls eine große Rolle. Deswegen setzen wir auf den Claim „Dein schönes Island“  – der spricht den Kunden direkt an.

4. In der Touristik-Branche ist es oft schwer sich durch einen erkennbaren Produktvorteil von der Konkurrenz abzusetzen. Insbesondere bei Produkten, die durch den Kunden einfacher vergleichbar geworden sind. Denken Sie, dass in der finalen Entscheidung das Image einer Marke Einfluss hat? Wenn ja, welchen und warum?

Auch hier kann das Image der Marke Einfluss haben, besonders dann wenn der Kunde sich „gut aufgehoben“ fühlt und seine Erwartungen erfüllt werden. Eine Marke verspricht professionellen und freundlichen Serviceund das sollte sie dann auf jeden Fall auch einhalten.

Vielen Dank für das Interview! „Kærar þakkir fyrir viðtalið“

Die wildefreunde Werbeagentur aus München ist bereits seit über 7 Jahren ein treuer Begleiter der Marke Katla Travel. Wir haben sowohl das Logo wie auch den Katalog einem Relaunch unterzogen.

Interview mit Frank Straka: Markenwert in der Touristik

Unser Interview zum Thema „Markenwert in der Touristik“

Markenname: Mediplus

Markenclaim: Ihr Reisepartner für gesunde Erholung

Gründungsjahr: 2001

Anzahl Mitarbeiter in Deutschland:80

Kernzielgruppe: Best Ager (55-75 Jahre)

Webseite: www.mediplusreisen.de

Interviewpartner: Frank Straka war von 2008 bis Ende 2012 Bereichsleiter Vertrieb, Marketing und PR. Wir danken für das Interview.

Für was steht Ihre Marke:

Reisen für eine wohlsituierte Zielgruppe von Menschen zwischen 55-74 (Best Ager) die sich im Urlaub um eine Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes bemühen oder einen altersgerechten Urlaub verbringen möchten

Hat sich das Bild/Image Ihrer Marke seit Gründung verändert? Wenn ja, wohin und wodurch?

Das Image von Mediplus hat sich von einem reinen Gesundheitsreiseveranstalter hin zum Spezialisten für Best-Ager Urlaub entwickelt. Schuld daran ist eine konsequente Bildsprache zu diesem Thema..

Was denken Sie persönlich, wie wichtig das Thema Markenimage für den Absatz von Urlaubsreisen ist?

Das Markenimage ist extrem wichtig für den Absatz von Reisen im Reisebüro bzw. für den Verkauf hochwertiger Produkte. Der gesamte preis-aggressive Anzeigenvertrieb bzw. Discountvertrieb ist vollkommen unabhängig von einer Marke.

In der Touristik-Branche ist es oft schwer sich durch einen erkennbaren Produktvorteil von der Konkurrenz abzusetzen. Insbesondere bei vergleichbaren Produkten. Denken Sie, dass in der finalen Entscheidung das Image einer Marke Einfluss hat?

Marke signalisiert dem Kunden eine Sicherheit, gerade bei einem nichtmateriellen Gut, wie der Dienstleistung Reise, wo er nur ein Leistungsversprechen kauft und ihn darin bestätigt dass seine Entscheidung richtig war. Andererseits führt die Marke bei den Kunden eine kaufentscheidung bei, die sich von anderen Kunden abheben möchten. „Ich reise mit xyz, nicht mit irgendeinem „noname Veranstalter“, auch wenn der das gleiche Hotel anbietet.

Welchen Einfluss haben „X-Veranstalter“ auf das Markenempfinden und Markenwert in den Köpfen der Kunden und Expedienten genommen?

In den Köpfen der Kunden finden n.M.E. X-Veranstalter in den seltensten Fällen als Marken statt – als Ausnahme mag JT angesehen werden – alle anderen haben eher dazugeführt, dass die Markenwerte der klassischen Veranstalter gestärkt wurden.

Wer übernimmt die aktive Markenarbeit im Unternehmen?

Bei Mediplus übernehmen Geschäftsführung und Marketingleitung gemeinsam aktiv die Markenarbeit.

Herzlichen Dank Herr Straka für das Interview!

Die wildefreunde Werbeagentur aus München ist seit über 20 Jahren sehr stark mit der Touristik verbunden. Viele Katalogkonzepte, Markenrelaunches,  Reisebürokampagnen/Dekos wurden von unserem Team erfolgreich für Großveranstalter, wie auch Spezialisten umgesetzt.

 

 

Warum Marke auch im B2B wichtig ist!

Wir brauchen keine Marke! Wir sind doch nur Lieferant für Unternehmen und unsere Kunden wollen meisst nur den Billigsten. Und die brauchen nix Emotionales drum herum.

Aha? Ist das wirklich so in der B2B-Welt? Wir brauchen hier nichts emotionales, kein gutes Gefühl, keine überzeugende Philosophie, keine Markendifferenzierung sondern einfach nur den billigsten oder schnellsten Anbieter?

Selbst wenn dem so wäre, woher kommt das womöglich? Vielleicht, weil der Kunde eben sonst nichts mehr vergleichen kann und so seine tatsächlichen Nutzen und Vorteile für sich nicht mehr auswerten kann.

Wir bleiben insbesondere diesem Thema „Marke im B2B“ intensiv auf der Spur. Sagen Sie uns Ihre Meinung, berichten Sie von konkreten Beispielen.